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Während der Elternzeit als Redaktorin bin ich mit meinem Mann, meiner Tochter (ich nenne sie hier nach ihrem "Wunschnamen" Elisa, geb. Mai 2010) und meinem Sohn ("Brudi", so wurde er von seiner Schwester vor seiner Geburt genannt, geb. Juni 2014) von der Hansestadt an den Zürisee gezogen. Mittlerweile gehöre ich wieder zu den Working Moms und pendel mit den Kindern in den Ferien zwischen der Schweiz und Hamburg. Ich geniesse den Sommer in der Badi genauso wie am Nordseestrand, staune über die verschiedenen Kindergarten- und Kitamodelle und über meine Tochter, die schon nach kurzer Zeit perfekt Schweizerdeutsch spricht.

Donnerstag, 18. Februar 2016

Eisenbahn, Föhn oder Flugzeug - per App in den Schlaf

Beim zweiten Kind wird alles besser. Das hatte ich in Bezug auf die Nächte stark gehofft. Doch es kam anders. Mein Sohn hat nämlich genauso schlecht geschlafen wie meine Tochter - nur auf andere Art. Elisa hat damals vor dem Einschlafen Abend für Abend geschrien. Es begann, als sie zwei Wochen alt war. Ich habe sie dann nach endlosem Herumtragen mit zu mir ins grosse Bett genommen, und sie auf meine Brust gelegt. Irgendwann sind wir beide völlig erschöpft eingeschlafen. Mit sechs Monaten half auch das nicht mehr. Genauso wenig wie Danebensitzen und Händchen halten. Ich las schliesslich, dass sogenannter weisser Lärm viele Babys beruhigt. Also das monotone Rauschen des Föhns, des Staubsaugers oder der Waschmaschine.

Das Baby in den Schlaf "föhnen"

Deshalb legte ich irgendwann beim Schreien den Föhn neben sie. Es half. Nachdem sie etwa zehn Minuten geschlafen hatte, stellte ich den Föhn von Stufe 2 auf Stufe 1. Nach weiteren fünf Minuten entfernte ich ihn langsam von ihrem Bett und schlich zur Tür. Ich machte ihn allerdings erst draussen aus. Denn wehe, das Geräusch stoppte abrupt. Das erwiderte sie stets mit Geschrei. Irgendwann, als uns der Föhn zu laut und die Stromkosten zu hoch wurden, luden wir das Föhn-Geräusch aus dem Internet herunter auf eine CD. Hier konnte man den Sound entsprechend geschmeidiger leise stellen.
Beim Mittagsschlaf half der Föhn dagegen leider nicht. Mit etwas über einem Jahr wollte sie partout nicht mehr in ihrem Bettchen schlafen. Ich schob also stundenlang mit dem Kinderwagen durch den Park, bis sie schliesslich eingeschlafen war. Und trug sie danach in den fünften Stock hoch.

Alleine einschlafen = Durchschlafen?

Ganz anders bei Brudi. Er schläft, seit er etwa ein halbes Jahr alt ist, sehr gut alleine ein. Eigentlich DER SCHLÜSSEL zum Durchschlafen. So steht es zumindest in den meisten Erziehungsratgebern. Doch ruhige Nächte kannte er, bis er fast anderthalb war, überhaupt nicht. Manchmal wurde er stündlich wach, und ich musste ihn bis zu einer Stunde streicheln, damit er wieder einschläft. So blieb mir also nichts übrig, als ihn ebenfalls mit sonorem Brummen zum Weiterschlafen zu bringen. Zum Glück gibt es mittlerweile ja tolle kostenlose Apps mit entsprechenden Geräuschen. So sind auf meiner "Baby Sleep Sounds" elf verschiedene Töne enthalten. Meist wähle ich "Flugzeug" (man hört sogar, wie der Getränkewagen durch den Gang geschoben wird) oder "Auto". Herrlich. Dabei schlafe ich auch problemlos wieder ein. Und so rauscht es bei uns nachts stundenlang im Schlafzimmer.

Mit der Eisenbahn direkt ins Traumland

Geradezu romantisch finde ich den Regen-Ton. Ein fantastischer Übergang war das einmal in einer lauen Sommernacht: Ich stellte das Tröpfeln langsam leiser, und draussen wurde der Regen immer stärker. Geradezu nervig, aber leider das wirkungsvolle letzte Mittel, ist der Sound "Eisenbahn". Das Rattern ist extrem anstrengend und baut sich oft in meine Träume mit ein. Aber Brudi beruhigt es. Und dann fahre ich im Schlafzimmer lieber Eisenbahn, als dass ich ein schreiendes Kind tragen muss. Mit seinem Mittagsschlaf klappt es immerhin besser als bei Elisa. Ich lege ihn hin und meist schläft er von allein ein für etwa anderthalb Stunden. Falls das einmal nicht funktioniert, oder ich ihn wegen eines Termins etwas früher ins Bett bringen muss, schalte ich auch ausnahmsweise mittags die Föhn-App ein. Prompt schläft er ein. 

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